Bittere Arznei

Das herausragende Niveau der Leis- tungen aus der deutschen Sozial- versicherung stößt an seine finanziellen Grenzen. Die zunehmenden Leistungs- fälle bluten das System aus, ein- gehende Beiträge bleiben bescheiden. Konsequenz:  Die Lebensstandard- sicherung reduziert sich auf eine Basis-Sicherung.

Den Anfang beim Umbau des Sozial- systems haben die Rentenkassen gemacht. Die Kranken- und die Pflegeversicherung folgen als Nächste.

 

 

"Bitter dem Mund, dem Herzen gesund“  - diese Volksweisheit zur Kräuter- medizin bewahrheitet sich auch beim Gesundungsprozess der Sozialsysteme. Die Sozialversicherten sollen ihren ergänzenden Risikoschutz in eigener Verantwortung organisieren und aus eigener Tasche finanzieren. Diese bittere Arznei wird mit Zuckerstückchen aus dem Staatssäckel versüßt. Zulagen, Sonderausgabenabzug und Steuerfreistellungen sollen den Versicherten ködern, seinen Beitrag zu erbringen. Der Steuerfiskus verfährt dabei nach dem Motto „do, ut des“ (Ich gebe, damit Du gibst) und erwartet die Vorkasse vom Bürger.

 

 

Altersvorsorge:

Stoffvermittlung an der Hochschule Ludwigsburg im Vertiefungsschwerpunkt II

Abkürzungsverzeichnis

 

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